Die häufigsten Fallen bei Depot, Höhe und Rückzahlung
Stell dir vor: Du hast die Wohnung bekommen und zahlst eine hohe Kaution – oft mehrere tausend Franken. Am Ende der Miete möchtest du das Geld zurück. Doch viele Mieter erhalten nicht die volle Summe oder warten monatelang.
Laut Mieterverband und Mieterbarometer 2026 gehört die Kaution-Rückzahlung zu den häufigsten Streitpunkten. Viele Verträge enthalten ungültige oder unklare Klauseln.
Gute Nachricht: Du brauchst keinen Anwalt, um die wichtigsten Fallen schon beim Lesen des Vertrags zu erkennen. Auf welfarecalc.ch kannst du alle 30 Risikopunkte zur Kaution komplett kostenlos einsehen – ohne Vertrag hochzuladen. Wir erklären dir hier die häufigsten Fallen so einfach, als wäre dein 5-jähriges Ich mit dabei.
Los geht's!
⚠️ Warum gefährlich? Gemäss Art. 257e OR darf die Kaution bei Wohnräumen **maximal 3 Monatsmieten** (Bruttomiete inkl. Nebenkosten-Akonto) betragen. Alles darüber ist ungültig.
✅ Was du tun solltest: Nur maximal 3 Monatsmieten zahlen. Bei höherer Forderung ablehnen oder anfechten.
⚠️ Warum gefährlich? Das Geld **muss unverzüglich auf einem Sperrkonto bei einer Bank auf den Namen des Mieters** hinterlegt werden. Barzahlung oder Privatkonto des Vermieters ist illegal – dein Geld wäre ungeschützt.
✅ Richtig: Immer auf Sperrkonto im Namen des Mieters bestehen. Lass dir die Kontoeröffnung schriftlich bestätigen.
⚠️ Warum gefährlich? Die Kaution muss verzinst werden. Die Zinsen gehören dem Mieter. Fehlende Verzinsung kann zu Nachforderung führen.
✅ Was du tun solltest: Auf Verzinsung bestehen und bei Auszug die Zinsen mitfordern.
⚠️ Warum gefährlich? Normale Abnutzung (leichte Gebrauchsspuren, altersbedingte Abnutzung) darf nicht abgezogen werden. Der Vermieter muss echte Schäden beweisen.
✅ Korrekt: Kaution zurück nach ordentlicher Abgabe und Schlussabrechnung. Bei Streit: Schlichtungsbehörde oder nach 1 Jahr direkt bei der Bank beantragen.
⚠️ Warum gefährlich? Solche Pauschalabzüge sind meist unzulässig. Nur nachgewiesene, über normale Abnutzung hinausgehende Schäden sind erlaubt.
⚠️ Warum gefährlich? Nebenkosten müssen transparent abgerechnet werden. Pauschale Verrechnung ohne Belege ist nicht zulässig.
⚠️ Warum gefährlich? Bei korrektem Sperrkonto kann der Mieter nach 1 Jahr ohne Vermieter-Zustimmung die Auszahlung verlangen (wenn keine rechtlichen Schritte eingeleitet wurden).
⚠️ Warum gefährlich? Eine Erhöhung während des laufenden Mietverhältnisses muss formell als Mietzinsänderung angezeigt werden und ist nur in Ausnahmefällen möglich.
Mit diesem Wissen kannst du schon beim Unterschreiben viele Probleme vermeiden. Wenn du später deinen echten Vertrag hast (auf Deutsch, Französisch oder Italienisch), kannst du ihn auf welfarecalc.ch **kostenlos und 100 % lokal im Browser** prüfen lassen – vollständig anonym und sicher.
Tipp: Dokumentiere den Wohnungszustand beim Einzug mit Fotos und Protokoll – das schützt dich bei der Rückzahlung.
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